Tag der offenen Tür an der Hermann Freye Gesamtschule

Dissen. Der Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule ist immer etwas ganz Besonderes für Kinder und Eltern. Am Freitagnachmittag eröffnete sich mit den Türen der Hermann-Freye-Gesamtschule zugleich das Angebot einer ganz besonderen Lehranstalt im Bereich der Sekundarstufe I. Schließlich ist hier vieles mit innovativen Ideen im Aufbau.

„Wir hatten bereits im Februar einen Schnuppertag für alle Viertklässler angeboten“, erzählt Schulleiter Jan Wessels. Eine Offerte, die auch rege in Anspruch genommen worden war. Den Unterricht in seiner besonderen Form an der Hermann-Freye-Gesamtschule kennenzulernen war für viele Eltern und Schüler bereits an diesem Tag mehr als interessant. „Wir haben auch heute ein etwas anderes Format gewählt“, machte  Annette Steck, die Didaktische Leiterin der Hermann-Freye-Gesamtschule, deutlich. „Es gibt Mitmach-Aktionen für die Kinder, Schulführungen für die Eltern, Info-Tische, die die Schülerinnen und Schüler selbst anbieten und natürlich eine Caféteria.“ 

„Wir legen viel Wert auf Kooperation im Schulleben“, hob die kommissarische stellvertretende Schulleiterin Anika Wellmann eine Besonderheit der Hermann-Freye-Schule hervor. „Wir arbeiten sehr individualisiert. In Mathe und Deutsch etwa haben wir Lernbüros. Der Lehrer ist mehr ein Lernbegleiter, der berät.“ 

Eigenverantwortliches Lernen wird an der Hermann-Freye-Gesamtschule groß geschrieben. Die Dialogbücher sollen den Schülerinnen und Schülern dafür einen täglichen bzw. wöchentlichen Leitfaden an die Hand geben. Rückmeldungen selbstverständlich inbegriffen. So genannte „Perlen-Aufgaben“ sind darin zu finden. „Das ist unsere persönliche Lernzeit“, erklärt Sechstklässler Dat (12).

 

Eine weitere Besonderheit der Hermann-Freye-Schule:„Bei uns gibt es keine Noten“, führt Annette Steck aus. Bis zum Jahrgang acht erhalten die Schüler Leistungsbeurteilungen: „Die auch viel genauer sind.“ Auf vier fünfte Klassen hoffen die derzeit 20 Lehrer. 180 Kinder besuchen im Jahrgang fünf und sechs bereits die Schule.

Wer am Freitag den bunten Fußspuren im Gebäude folgte, der konnte sich in unterschiedlichen Räumen von ganz verschiedenen Angeboten der Schule ein Bild machen. Spanisch und Französisch zählten ebenso dazu wie die Robotik AG. Im Kunstbereich hatten die  Besucher Gelegenheit, Osterschmuck zu basteln. Im Chemieraum boten Schüler unter Anleitung von Chemielehrerin Songül Keles die Gelegenheit, eigene Raketen starten zu lassen. Und wer mehr über das Verhalten von Wölfen wissen wollte, der war im Bio-Raum richtig. Hier erklärten Dennis und Lukas das Verhalten der Tiere. Und damit die Erkenntnisse wieder, die sie selbst im Projekt mit dem Team des Lernstandortes Noller Schlucht erfahren hatten.

Auf den Schulhof gab es nicht nur Gelegenheit zur Bewegung; hier konnte sich jeder anhand der Fotos und Skizzen auf einer Stellwand auch ein Bild davon machen, wie sich der Schulhof in absehbarer Zeit verändern wird. Ein explizites Bühnenprogramm gab es am Freitag zwar nicht. Dafür präsentierte sich aber die Chor AG mit musikalischen Beiträgen. Eltern hatten zudem viele leckere Kuchen gebacken, um die Caféteria mit einer bunten Auswahl an Naschwerk zu bestücken.

Für die Eltern stellt sich damit nun die Frage, wo sie ihr Kind anmelden möchten. Wann sie das tun können, steht hingegen schon fest. An der Hermann-Freye-Gesamtschule am 25. und 26. April, jeweils in der Zeit von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr.

M. Heim für NOZ Medien

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